Fluglärm-Betroffene demonstrieren Hand in Hand mit Klimaschützern

Die Lärmschutzgemeinschaft Flughafen Köln/Bonn e.V. (LSG) hat, zusammen mit vielen weiteren zivilgesellschaftlichen Organisationen wie z.B. BUND, Attac und Greenpeace den Demonstrationsaufruf der jugendlichen Klimaschützer von „Fridays for Future“ für einen weltweiten Klimastreik unterstützt, und zur Teilnahme an der Demonstration in Siegburg aufgerufen. Fast der gesamte Vorstand und viele Mitglieder der LSG waren bei der Demo dabei.

Was hat unser Klima mit Fluglärm zu tun?
Auf den ersten Blick nicht viel, aber hier gilt es, in größeren Zusammenhängen zu denken, denn:

Das Flugzeug ist das mit Abstand klimaschädlichste Verkehrsmittel, wie folgendes Beispiel zeigt: Bei einem Flug Köln-Berlin und zurück werden pro Passagier 298 kg klimaschädliches CO freigesetzt. Bei einer Bahnreise (ICE) wären es hingegen 27,6 kg. Mithin verursachen gerade die Kurzstreckenflüge mehr als zehnmal so viel Kohlendioxid als Bahnfahren! Der Kampf gegen den gesundheitsschädlichen Fluglärm ist daher nicht vom Kampf für mehr Klimaschutz im Verkehr zu trennen.

Die Organisatoren hatten mit ca. 500 Demonstranten gerechnet; auf dem Marktplatz in Siegburg kamen nach Zeitungsberichten aber rund 1.000 Menschen aller Altersgruppen zusammen. Auf mitgeführten und selbstgebastelten Plakaten sowie in Reden von Aktivisten wurden an die Adresse der Politik Forderungen gestellt und auf viele beklagenswerte Zustände hingewiesen. Die wichtigsten Forderungen aus unserer Sicht sind:

  • Kerosin besteuern!

  • Abschaffung aller klimaschädlichen Subventionen, insbesondere für den Flugverkehr!

  • Abschaffung aller Kurzstreckenflüge über Entfernungen von weniger als 500 km!

Mitglieder der Lärmschutzgemeinschaft verteilten Flyer unter den Demonstranten, um damit auf den Zusammenhang zwischen Flugverkehr, Gesundheitsschutz und Klimaschutz aufmerksam zu machen. Manche der angesprochenen Demonstranten reagierten mit dem Satz: „Ich fliege nicht!“

Die jugendlichen Veranstalter betonten in ihren Ansprachen, dass sie die Ursache für die Klimakrise in unserem Wirtschaftssystem sehen, welches auf „ewigwährendes Wachstum und Profitmaximierung“ ausgerichtet sei und befürchten, die Menschheit werde ungebremst auf eine Klimakatastrophe zusteuern, wenn am wachstumsorientierten Wirtschaftsmodell festgehalten werde.

Die „Fridays for Future“ – Bewegung hat bereits, zusammen mit Umweltverbänden und zivilgesellschaftlichen Organisationen, zu einem weiteren, weltweiten Aktionstag für Freitag, den 29.11.2019 aufgerufen, unmittelbar vor Beginn der Weltklimakonferenz 2019 in Chile. Der Kampf für mehr Klimaschutz und weniger Flugverkehr geht also weiter und wir werden wieder dabei sein!

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