Wolfgang Hoffmann im Interview mit dem Kölner Stadtanzeiger

Wolfgang Hoffmann im Interview mit dem Kölner Stadtanzeiger

Wolfgang Hoffmann im Gespräch mit dem Kölner Stadt Anzeiger

Manchmal muss man dicke Bretter bohren um etwas zu erreichen. Wir wollen die Öffentlichkeit und die verantwortlichen Politiker erreichen, um auf die Situation für die Anlieger des Flughafens aufmerksam zu machen und Verbesserungen zu erreichen. Unser Vorstandsmitglied Wolfgang Hoffmann hat unzählige Telefonate mit der Redaktion des KStA geführt und war 3 x im Kölner Verlagshaus, um dieses Interview zu erreichen. Er spricht in unserem Namen Klartext!

Lesen Sie hier das Interview:

LSG Ortsgruppe Köln Nord informiert – Info Abend am 28. März 2020

LSG Ortsgruppe Köln Nord informiert – Info Abend am 28. März 2020

Auf Grund der ständig steigenden Lärmbelästigung durch den nächtlichen Flugverkehr haben engagierte Bürger unter Federführung der stv. Nippeser Bezirksbürgermeisterin Regina Bechberger und Henning Fischer eine Ortsgruppe der LSG gegründet. Ziel ist eine größer Präsenz vor Ort zu zeigen und eine nachhaltige Verbesserung zu erreichen.

Bei einem Treffen am 25. Januar informierten die LSG Vorstandsmitglieder Albert Müller und Helmut Schumacher die mehr als 70 anwesenden Gäste über die Situation in Bezug auf Lärmbelästigung durch Flugverkehr im Kölner Norden.

Zu einer Podiumsdiskussion mit dem Thema „Verbesserung des Gesundheitsschutzes in der Einflugschneise im Kölner Norden“ am 28.3.2020 von 14:00 Uhr bis 15:30 Uhr in den Räumlichkeiten der Spielewerkstatt in den Clouthwerken, Luftschiff-Platz 5 in 50733 Köln sind alle Interessierten herzlich eingeladen.
Weitere Informationen siehe www.fluglaerm-koeln-nord.de

Luftverkehr und Klimawandel

Luftverkehr und Klimawandel

Die Gefahren des Klimawandels verlangen entschiedenes Handeln zur Senkung der Treibhausgasemissionen von Jedermann! Wie bereits bekannt sein dürfte, ist das Flugzeug das bei weitem für unser Klima-unverträglichste Massenverkehrsmittel. Da neuen Erkenntnissen zufolge der internationale Luftverkehr inzwischen aber schon für mindestens 8,5 Prozent des von Menschen verursachten Treibhauseffekts verantwortlich ist, kann die Devise nur sein, auf Flüge möglichst zu verzichten und  (zumindest im Inland) die Bahn zu benutzen. Informationen und Hintergründe finden Sie in unserer Pressemitteilung vom 28.1.2020.

Erneuter weltweiter Klimastreik am 29.11.2019

Erneuter weltweiter Klimastreik am 29.11.2019

Wie schon im September schlossen sich auch am 29.11.2019 wieder viele Mitglieder sowie der Vorstand der Lärmschutzgemeinschaft den jugendlichen Klimaschützern von „Fridays for Future“ an, die für diesen Tag zu einem weltweiten Klimastreik aufgerufen hatten. Der Vorstand beteiligte sich an der Demo in Siegburg.

Viele weitere zivilgesellschaftlichen Organisationen wie z.B. BUND, Attac und Greenpeace waren ebenfalls dem Demonstrationsaufruf gefolgt. Die Aktion stand diesmal unter der Überschrift „Neustart Klima“.

Ein Neustart in der Klimapolitik ist bei der jetzt laufenden Welt-Klimakonferenz in Madrid dringend erforderlich, wenn die Menschheit die drohende Klimakatastrophe noch abwenden will.

Was hat unser Klima mit Fluglärm zu tun?

Flugzeugturbinen erzeugen nicht nur krankmachenden Lärm, sondern tragen gleichzeitig durch das Verbrennen fossiler Rohstoffe in großem Umfang zur Erderwärmung und damit zur Klimakrise bei. Das Flugzeug ist das mit Abstand klimaschädlichste Verkehrsmittel! Der Kampf gegen den gesundheitsschädlichen Fluglärm ist daher nicht vom Kampf für mehr Klimaschutz im Verkehr zu trennen.

Auf mitgeführten und selbstgebastelten Plakaten sowie in Reden von Aktivisten wurden an die Adresse der Politik Forderungen gestellt und auf viele Fehlentwicklungen hingewiesen.

Die jugendlichen Veranstalter betonten in ihren Ansprachen, dass sie die Ursache für die Klimakrise in unserem Wirtschaftssystem sehen, welches auf „ewigwährendes Wachstum und Profitmaximierung“ ausgerichtet sei und befürchten, die Menschheit werde ungebremst auf eine Klimakatastrophe zusteuern, wenn am wachstumsorientierten Wirtschaftsmodell festgehalten werde.

 

Zu Gast am Flughafen Köln-Bonn

Zu Gast am Flughafen Köln-Bonn

Zu Gast am Flughafen Köln-Bonn

Die Nachbarn ins eigene Zuhause einzuladen ist immer eine gute Idee, auch ohne konkreten Anlass. Das gilt erst recht, wenn Spannungen in der Luft liegen. Denn wer miteinander redet, hat weniger mit Missverständnissen zu kämpfen. So oder ähnlich dürfte der Hintergrund der Einladung zur Flughafenbesichtigung gewesen sein, die MdB Sebastian Hartmann von der SPD im August initiiert hatte.
Am Nachmittag des 15. August nahmen gut 30 in Flughafennähe wohnende Bürger das Angebot wahr, an einer Flughafenbesichtigung teilzunehmen. Vor der eigentlichen Rundfahrt über das Flughafengelände gab es Gelegenheit, im Rahmen einer ausführlichen Präsentation Fragen an Herrn Benjamin Heese, Leiter Politik- und Regierungsbeziehungen und Stabsstelle Sonderaufgaben der Geschäftsführung loszuwerden. Herr Heese nahm sich tatsächlich sehr viel Zeit, um auf alle Fragen einzugehen. Unter den Besuchern waren übrigens auch zwei Mitglieder des LSG-Vorstandes, die mit ihrem Fachwissen Hintergründe beleuchteten.

Rosarote Zahlenbrille

Die Bereitschaft des Flughafens zur Diskussion mit den Anwohnern kann man durchaus positiv bewerten. Nicht aber, dass der Flughafen Faktendarstellungen gerne so aufzieht, dass das Fliegen unter ökologischen und gesundheitlichen Gründen immer aus einer hochgradig optimistischen Perspektive dargestellt wird. So wurden einige Dinge verkürzt dargestellt. Beispielsweise heiß es, die Lärmbelästigung in Deutschland ginge nur zu 3 % auf den Flugverkehr zurück. Betroffene Bürger werden solchen Zahlen nichts abgewinnen, zumal Fläche für die Dosis-Wirkungs-Kurve von Lärm überhaupt keine Rolle spielt. Setzt man diesen Wert spaßeshalber in Beziehung zur Fläche, erscheint er in völlig anderem Licht: Der Flughafen Köln-Bonn (1.000 ha) hat gerade mal 0,14 % Anteil an der Fläche des Regierungsbezirkes Köln (736.500 ha). Herr Heese wies auch darauf hin, dass der Flugverkehr nur 3 % der weltweiten CO2-Emissionen verursache. Diese Zahl schließt nicht die Emissionswirkung von Partikeln und anderen Treibhausgasen in Reiseflughöhe ein, wie ein Vertreter der LSG einwarf. Nimmt man diese dazu, verantwortet der Flugverkehr laut Umwelt-Bundesamt immerhin 9 % der weltweiten Treibhausgaseffekte.

Reichlich freie Zeitfenster in den Tagesstunden lassen hoffen

Im Laufe der Veranstaltung wurde deutlich, dass der nächtliche Lärm nicht nur durch Frachtflugzeuge, sondern zu einem wesentlichen Teil auch durch Passagierflüge der Billig-Airlines verursacht wird. In dieser Nachricht steckt ein verheißungsvoller Kern: Da es am Flughafen Köln-Bonn noch genügend freie Zeitfenster in den Tagesstunden gibt, ließen sich die Nachtstarts der Passagierflüge recht einfach in den Tag verlegen. Neben den Anwohnern dürfte das auch für Touristen hoch willkommen sein. Das würde zwar deutliche Mehrkosten für die Airlines bedeuten, aber gerade das laufende Planfeststellungsverfahren lässt hoffen. In diesem sind die Fachleute der LSG erheblich engagiert und stehen auch mit den Flughafen-Verantwortlichen im ständigen Kontakt. Das dieser Kontakt trotz aller Kontroversen wertschätzend ist, konnten die Teilnehmer der Veranstaltung mehrfach deutlich spüren.

Nachtstartgebühren als regelndes Instrument nicht tauglich

Die häufig diskutierte Erhöhung der Nachtstartgebühren in Köln/Bonn als strategisches Instrument ist leider keine Option, da regulatorische Vorgaben der zuständigen internationalen Behörde diese nur ergebnisneutral zulassen. Bei einer Erhöhung der Nachtstartgebühren müssten Tagstarts im gleichen Maß billiger werden. Da diese in Köln/Bonn aber schon lächerlich billig sind, besteht kein ausreichender Spielraum, um den Nachtstartgebühren der Nachbarflughäfen Düsseldorf und Frankfurt nahe kommen zu können. Damit fallen die Nachtstartgebühren zur Regelung des nächtlichen Flugaufkommens aus.

Etwas besser ist noch lange nicht bürgerfreundlich

Immerhin hat der Flughafen inzwischen technische Maßnahmen ergriffen, die Routen startender Flugzeuge in einem schmalen Korridor zu halten. Zwar hilft das unmittelbar in Flughafennähe lebenden Menschen nicht weiter. Aber für die Regionen Asbach, Königswinter und das Bergische Land werden die Belastungen dadurch seltener. Als Folge dieser erfolgreichen Maßnahme wird der Korridor, in dem Anwohner auf durch den Flughafen finanzierte Lärmschutzmaßnahmen hoffen können, ebenfalls kleiner. Und insgesamt ändert diese Neuerung nichts daran, dass die Touristenbomber der Billig-Airlines, durchgängig bis auf den letzten Platz besetzt und mit Gepäck randvoll beladen, auch weiterhin nur langsam an Höhe gewinnen. Das wird auch in der näheren Zukunft die Quelle der nächtlichen Lärmbelästigungen bleiben, solange das Planfeststellungsverfahren nicht zu einem für uns Bürger positiven Ergebnis kommt. Anders als von Flughafenvertretern gerne behauptet, ist dieser langsame Steigflug keine ökologische Maßnahme, die Schadstoffemissionen auf niedrigem Niveau zu halten. Sie dient laut Vertretern der LSG dazu, die Triebwerke zu schonen und die gesetzlich vorgeschriebenen Wartungsintervalle zu strecken – eine reine Kostensenkungsmaßnahme also.

Wirtschaftliche Interessen gehen vor Bürgerwohl

Was sich schon in der Präsentation zeigte, wurde bei der anschließenden Rundfahrt mehr als deutlich: Wirtschaftliche Interessen steuern die Pläne und Maßnahmen des Flughafens auch in Zukunft. Ob die vom Betreiber erhoffte Ansiedlung großer Zubringer-Logistikzentren in Köln-Bonn erfolgreich ausgehen wird, wird sich zeigen. Inwieweit dadurch weitere Belastungen für die Anwohner entstehen, wurde in der Veranstaltung nicht konkret geklärt. Dass der Flughafen sehr auf den wirtschaftlichen Vorteil einer solchen Maßnahme hofft, war dagegen unverkennbar.

Für den weltweit operierenden Frachtdienstleister UPS hat der Flughafen Köln-Bonn einen enorm hohen Stellenwert, denn hier ist eines der drei weltweit operierenden Drehkreuze angesiedelt. Neben Louisville in den USA und dem chinesischen Shanghai werden in Köln-Bonn Sendungen aus der ganzen Welt in den Abendstunden eingeflogen, in der Nacht sortiert und anschließend zu ihren Destinationen ausgeflogen. Da allerdings nur 2 % des verarbeitenden Frachtvolumens in die Region gehören, dürfte die wirtschaftliche Bedeutung gegenüber der auf die Region entfallenden Lärm- und Schadstoffbelästigung marginal sein.
Nicht nur für UPS, auch für den Frachtverkehr von FedEx nimmt der Flughafen Köln-Bonn an Bedeutung zu. Es dürfte kaum möglich sein, ohne vehemente Einflussnahme von Bundes- und Landesregierung hier etwas zu bewegen. Der Rhein-Sieg-Kreis hält weniger als 6 % der Anteile am Flughafen, der Rheinisch-Bergische Kreis knapp 4 %, Bund und Land sowie die Stadt Köln jeweils um die 30 %. Selbst wenn alle Orte beider Kreise gemeinsam gegen die Beeinträchtigungen durch den Flughafen Köln-Bonn vorgehen würden, blieben diese drei entscheidend.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen